Schwammerl/Pilze 1.Teil

 

Eine meiner großen Leidenschaften ist das Schwammerlsuchen. Zwar gibt es ja über ganze Jahr welche, doch ich liebe nun mal im Speziellen die Sommer- und Herbstpilze...naja...sieht man von Morcheln ab. Diese Zeit ist für mich eine der schönsten im ganzen Jahr und meist geh ich ganz alleine um sie zu suchen....weils eben nervt, wenn man sonst gefragt wird : " Dauerts noch lange ?" - "Müssen wir denn unbedingt da auch noch hinauf?" u.a.m. Ein bisschen Speck, Brot, nen Most oder auch nur eine Flasche Mineral im Rucksack und ein Taschenmesser...mehr brauchts nicht. Und wenn man dann vor solchen Schönheiten steht...dann gerät man schnell ins "Jagdfieber"

                               junger Steinpilz                         Herrenpilz (älterer Steinpilz)

 

Der Steinpilz

 Kurzbeschreibung:
großer, festfleischiger Pilz mit hell- bis dunkelbraunem Hut; gelblich grünen Röhren und hellbräunlichem, kräftigem, genetztem Stiel.

Hut:
hellbraun, haselnuss- bis dunkelbraun; feinrunzelig, aber auch glatt und feinfilzig; matt; feucht und im Alter schmierig; anfangs halbkugelig, später polsterförmig bis flach gewölbt; bis 20cm breit, mitunter auch breiter; Oberhaut nur wenig abziehbar.

Röhren:
1 – 3(4)cm lang; am Stiel ausgebuchtet und deutlich verkürzt; anfangs weißlich, dann zunehmend grüngelblich, schließlich olivgrünlich; leicht vom Hutfleisch ablösbar; Röhrenmündungen eng, klein, rundlich

Stiel:
Bis 20cm hoch und 6cm dick, grauweißlich bis graubräunlich; erst bauchig, dickknollig, dann keulenförmig; zumindest in der oberen Hälfte mit weißem oder hellbräunlichem, erhabenem Adernetz, zur Basis hin weißlich und mit immer weniger erhabenem Netz, welches mit zunehmendem Alter immer undeutlicher wird.

Fleisch:
anfangs weiß und fest; allmählich weicher und schwammiger werdend; unter der Hutoberhaut rötlichbraun; Geruch angenehm, Geschmack mild und nussartig.

Sporenstaub:
dunkelolivgrün.



Wert:
Sehr guter und geschätzter Speisepilz mit ausgezeichnetem Geschmack; ohne Einschränkung vielseitig verwendbar (Schmoren, Braten, Trocknen, jung Einlegen in Essig)

Vorkommen:
Juli – Oktober im Nadelwald unter Fichten und Kiefern, aber auch im Laubwald (nach Michael/Hennig/Kreisel: Handbuch f. Pilzfreunde, gibt es im Norden der ehemaligen DDR eine häufige Laubwaldform mit gelb- bis haselnussbraunem Hut mit hellerer Randzone; schlank keulenförmigem bis zylindrischem Stiel mit sehr feinem und nur 1/4 bis 1/3 der Stiellänge hinabreichendem Netz; die Poren sind gelblich weiß, dann lange zitronengelb, schließlich olivgrün), einzeln oder in Gruppen; häufig im Gebirge, zerstreuter im Flach- und Hügelland.



Verwechslungsmöglichkeit:
- Mit anderen essbaren Steinpilzarten.
- Mit dem sehr bitteren Gallenröhrling , der im jungen Zustand dem Steinpilz sehr ähnlich sieht, dessen Röhren jedoch schon bald leicht rosa oder hellweinrötlich werden, bei Druck bräunlich verfärben und dessen Stiel auf hellerem gelblichen Grund von einem dunkleren, bräunlichen, deutlich erhabenen und fühlbaren Netz überzogen ist – wesentlich deutlicher als beim Steinpilz. Im Zweifelsfall kosten!

 


 

.wird fortgesetzt

 

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